Die Bedeutung von Windenergie und Photovoltaik steigt weltweit aber Corona gefährdet die positive Entwicklung

"Trotz Corona-Krise und fallendem Strombedarf haben Wind- und Solarenergie im ersten Halbjahr 2020 deutlich zugelegt. Der Anteil dieser erneuerbaren Energien an der weltweiten Stromproduktion stieg laut einer Auswertung des britischen Energiewende-Thinktanks Ember auf 9,8 Prozent. In absoluten Zahlen stieg die Strommenge aus Solar- und Windenergie von 990 auf 1130 Terawattstunden. Seit 2015 hat sich der Anteil von Photovoltaik und Windkraft an der Stromproduktion verdoppelt."

Klimaschutz fängt bei jedem Einzelnen an

"Im Jahr 1968 beschrieb der US-amerikanische Ökologe Garrett Hardin ein merkwürdiges Problem. Er nannte es die »Tragik der Allmende«.72 Allmenden sind Gemeingüter, wie sie in der Landwirtschaft früher üblich waren. Zum Beispiel Wälder und Weiden, die von mehreren Viehbesitzern gemeinsam genutzt wurden; nach einem Plan trieb jeder seine Kühe auf die Weide, wo sie sich satt fraßen. Das Problem beginnt, wenn ein einzelner Bauer auf die Idee kommt, eine Kuh mehr als eigentlich erlaubt auf die Weide zu schicken. Der Vorteil für ihn liegt auf der Hand. Das merken auch die anderen Bauern – und machen es genauso. Dieses Verhalten zum eigenen Vorteil hat allerdings einen gewaltigen Nachteil. Denn die Überweidung führt dazu, dass das Gras sich nicht ausreichend erholen kann. Die Weide wird magerer, im Extremfall verwandelt sie sich in eine Wüste."

Die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien schreitet immer schneller voran

"Eine Auswertung von Satellitenbildern zeigt, dass die Rodungen in Brasilien in rasantem Tempo fortschreiten. Die Lage sei außer Kontrolle, warnen Umweltschützer. In den vergangenen zwölf Monaten sind im brasilianischen Amazonasgebiet nach ersten Daten mehr als 9.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt worden. Das ist eine Steigerung um rund 35 Prozent, wie das Nationale Institut für Weltraumforschung (Inpe) unter Berufung auf vorläufige Zahlen berichtete. Die Daten beziehen sich auf den Zeitraum von August 2019 bis Juli 2020. Im selben Zeitraum 2018/19 wurden dem Inpe zufolge 6.844 Quadratkilometer Regenwald zerstört."

Die Massentierhaltung führt zu hohen Emissionen von Methan und beschleunigt so den Klimawandel

"Methan ist ein starkes Treibhausgas. Es kommt unter anderem aus Rindermägen, Mülldeponien und undichten Erdgasleitungen. Um den Klimawandel zu begrenzen, muss der Ausstoß wie beim globalen Haupt-Einheizer Kohlendioxid (CO2) deutlich abgesenkt werden. Doch die Emissionen wachsen weiter.[...] Gegenüber dem Jahresschnitt in der ersten Hälfte der 2000er Jahre bedeutet das eine Zunahme um 50 Millionen Tonnen oder rund neun Prozent. Diese Zahlen stammen aus Untersuchungen im Rahmen des „Global Carbon Project“ des US-Umweltforschers Rob Jackson von der Stanford University in Kalifornien, jetzt veröffentlicht in den Fachzeitschriften „Environmental Research Letters“ und „Earth System Science Data“."

Tropenböden emittieren bei Wärme viel C02

"Aus Böden wird bei hohen Temperaturen viel Kohlendioxid frei. Bekannt war das schon aus dem Norden, doch eine Studie zeigt, dass auch der Untergrund in den Tropen empfindlich auf Wärme reagiert - Forscher sind alarmiert. Böden sind gewaltige Kohlenstoffspeicher. In ihnen lagern größere Mengen des Stoffs als in allen Pflanzen und in der Atmosphäre zusammengenommen. Teils entweicht dieser Kohlenstoff allerdings als Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre."

Durch die globale Erwärmung schmilzt der Permafrostboden, was zu weiterer Erderwärmung führt

"Die tauenden Permafrostböden in der Arktis werden in Zukunft deutlich mehr Treibhausgase freisetzen als bisher angenommen. Verantwortlich dafür ist ein unscheinbarer Effekt mit globalen Folgen: der Nährstoffaustausch zwischen Pflanzen und Bodenmikroben. Im Permafrostboden ist mehr Kohlenstoff gespeichert als in allen Pflanzen und der Atmosphäre zusammen. Im Sommer taut eine dünne Schicht dieser Böden auf, wodurch Mikroorganismen den Humus abbauen können und Treibhausgase – wie Kohlendioxid und Methan – freigesetzen. Durch den Klimawandel beschleunigt sich dieser Prozess, die Treibhausgasemissionen steigen somit weiter an."

Wirtschaftsminister Altmaier fordert mehr Anstrengung für den Klimaschutz, damit Europa bis 2050 klimaneutral wird

"Die EU will klimaneutral werden. Es gebe aber "enormen Nachholbedarf", sagt Wirtschaftsminister Altmaier. Der Weg zur CO2-Neutralität müsse innerhalb der nächsten Monate "unumkehrbar" gemacht werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat Versäumnisse in der Klimaschutzpolitik eingeräumt. Der Kohleausstieg, der Green Deal der EU und der neue CO2-Preis zeigten zwar, "dass die Bundesregierung den Klimaschutz ernst nimmt und ihn zum Erfolg führen will", sagte Altmaier. "Ich gebe allerdings zu, dass wir in den letzten Jahren auch Fehler gemacht und zu spät gehandelt haben." Man habe "enormen" Nachholbedarf. "In den nächsten Monaten müssen wir dafür sorgen, dass der Weg zur einer CO2-Neutralität unumkehrbar wird."

Die Treibhausgas-Emissionen in Baden-Württemberg sind in 2018 gesunken

"In Baden-Württemberg sind die schädlichen Treibhausgasemissionen im Jahr 2018 erstmals seit drei Jahren wieder gesunken. Das geht aus dem fünften Monitoring-Kurzbericht zum Klimaschutz hervor, den das Umweltministerium vorgelegt hat. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat jetzt den fünften Monitoring-Kurzbericht zum Klimaschutzgesetz und zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEKK) veröffentlicht. Darin finden sich alle relevanten Zahlen zur Entwicklung der CO2-Emissionen im Jahr 2018. Außerdem befasst sich ein Kapitel mit den Maßnahmen des IEKK, die weitgehend umgesetzt sind."

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